Schulordnung

I            Allgemeines

Diese Schulordnung stützt sich auf das Schulgesetz für Berlin und die dazugehörigen Ausführungsvorschriften in der jeweils gültigen Fassung. Sie dient der vertrauensvollen Zusammenarbeit innerhalb der Schulgemeinschaft.

Gegenseitige Wertschätzung und ein von Respekt, Rücksichtnahme und Toleranz geprägter Umgang miteinander bilden dabei die Voraussetzung für eine erfolgreiche Unterrichtsarbeit und für ein produktives und kollegiales Arbeitsklima. Es versteht sich von selbst, dass von allen Beteiligten der Schulgemeinschaft die Einsicht in bestehende Regeln und Selbstdisziplin erwartet wird. Wir achten als Schulgemeinschaft darauf, dass wir die deutsche Sprache beherrschen und anwenden.

Die Diesterweg-Schule ist in weltanschaulicher und religiöser Hinsicht dem Neutralitätsgebot des Staates verpflichtet. Die demonstrative Ausübung von religiösen Riten und weltanschaulichen Handlungen ist im Interesse des Schulfriedens untersagt.

Diese Schulordnung soll mit den Schüler/Innen besprochen werden (und von ihnen und ihren Eltern als verbindlich unterschrieben werden).

II         Regelungen für den Schulalltag

II.1        Öffnungszeiten der Schule

Die Schule wird in der Regel um 7.45 Uhr geöffnet und bleibt so lange geöffnet, wie der Stundenplan und schulische Veranstaltungen es erfordern. Der Einlass der Schülerinnen und Schüler erfolgt morgens durch die Aufsicht führende Lehrkraft. Ein- und Ausgänge des Mittelstufengebäudes sind die beiden Hofzugänge. Der Zugang zur Böttgerstraße ist ein Notausgang und als solcher deutlich deklariert. Er dient weder Schülern noch Lehrkräften als Ein- bzw. Ausgang.

Nach Unterrichtsschluss ist das Schulgelände mit Ausnahme des Freizeitbereichs unverzüglich zu verlassen. Über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung.

 

II.2        Verhalten auf dem Schulgelände

Das Rauchen ist auf dem gesamten Schulgelände und bei schulischen Veranstaltungen nicht erlaubt. Es ist nicht erlaubt, alkoholische Getränke und sonstige Drogen auf das Schulgelände mitzubringen. Es ist weiterhin nicht gestattet, in der Schule Gegenstände bei sich zu haben, die im Unterricht nicht benötigt werden bzw. die dazu geeignet sind, andere zu bedrohen, zu verletzen (z.B. Waffen, Laserpointer) oder Sachbeschädigungen herbeizuführen. Das Werfen von Schneebällen oder anderen Gegenständen, die zu Verletzungen oder Sachbeschädigungen führen können, ist ebenfalls nicht gestattet.

Alle Schadensfälle sind sofort einer Lehrkraft zu melden!

Für grob fahrlässig oder vorsätzlich angerichtete Schäden haften die jeweiligen Schüler/Schülerinnen bzw. deren Erziehungsberechtigte. Gegebenenfalls folgen Ordnungsmaßnahmen bzw. strafrechtliche Konsequenzen.

Fundsachen sind beim Schulhausmeister oder im Sekretariat abzugeben.

 

II.2.1        Verhalten auf dem Schulhof und dem Sportplatz

Das Grundprinzip auf dem Schulhof und Sportplatz lautet: Mensch und Umwelt sind zu schützen.

In diesem Sinne sind alle Pflanzen zu schützen, der Schulhof und der Sportplatz sind von Müll sauber zu halten und bei Unfällen bzw. Schäden ist die Aufsicht unverzüglich zu kontaktieren.

 

II.2.2        Verhalten im Schulgebäude

a)      Allgemeine Regelungen

  • Elektronische Geräte werden im Schulgebäude und auf dem Schulgelände grundsätzlich abgeschaltet und in der Schultasche aufbewahrt. Dazu zählen zum Beispiel Spiel-Konsolen, Fotoapparate, Musik-Player und Telefone aller Art. Für dringende Nachrichten an die Erziehungsberechtigten während der Schulzeit besteht für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Telefon im Sekretariat zu nutzen.
  • Fluchtwege sind freizuhalten. Das bedeutet insbesondere, dass der Aufenthalt vor Eingängen und Türen nicht gestattet ist und die Treppen nicht als Sitzplätze genutzt werden dürfen.
  • Wir achten auf Sauberkeit und Ordnung. Insbesondere sind die Verschmutzung von Wänden und Einrichtungsgegenständen und das Rennen im Schulgebäude verboten.
  • Am Ende des Unterrichts achten wir darauf, dass die Tafel sauber gewischt ist, wir die Stühle hochgestellt haben, die Fenster geschlossen sind und der Fußboden sauber ist.
  • Wir tragen keine Mützen und Kapuzen im Gebäude.
  • Schüler und Schülerinnen dürfen Räume nur mit ausdrücklicher Erlaubnis einer Lehrkraft verschließen.

b)      Nutzung der Fachräume

  • Fachräume dürfen nur in Gegenwart einer Fachlehrkraft betreten werden.
  • Der gesamte naturwissenschaftliche Bereich im Nordflügel des Oberstufengebäudes wird nur nach Aufforderung durch die Fachlehrkraft betreten, bis dahin muss vor den Glas-Zwischentüren gewartet werden. Für die anderen Unterrichtsräume stehen die hinteren Treppenhäuser zur Verfügung.

c)       Nutzung der Arbeits- und Freizeiträume

Die jeweilige Funktion eines Arbeits- bzw. Freizeitraumes ist zu berücksichtigen. So ist zum Beispiel in einem Arbeitsraum auf eine ungestörte Arbeitsatmosphäre zu achten.

d)      Mensa

Wir wollen uns in der Mensa wohl fühlen. Deshalb stellen wir Tische und Stühle ordentlich hin, räumen das Geschirr weg und entfernen Essensreste und den anfallenden Müll. Lautes Rufen und Herumtoben sind im Interesse aller Benutzer zu vermeiden.

 

II.2.3        Pausenregelungen

a)       Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe (7. bis 10. Klasse) verlassen in den Hofpausen das Schulgebäude. Den Schülern und Schülerinnen der Oberstufe ist dies freigestellt. Ausnahmen werden durch Ansagen geregelt.

b)      Während der Mittagspause halten sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof, in der Mensa, dem Freizeitbereich oder in ihrer AG auf. Die Treppenpodeste im Oberstufengebäude können auch zum Pausenaufenthalt genutzt werden. Dem Spiel, Sport und der Entspannung dient auch der Sportplatz.

c)       Die Schüler und Schülerinnen der Mittelstufe dürfen während der Unterrichtszeit einschließlich der Pausen das Schulgelände nicht verlassen. Bei unerlaubtem Verlassen des Schulgeländes erlischt die Versicherungspflicht des Landes Berlin. Es übernimmt keine Haftung für Unfallfolgen. Nur in besonderen Fällen darf das Schulgelände mit schriftlicher Erlaubnis einer Lehrkraft verlassen werden.

d)      Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe sollen in den Hofpausen die Toiletten im Oberstufengebäude nutzen.

e)       Den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe (ab Klasse 11) ist es erlaubt, auf eigene Gefahr und Verantwortung das Schulgelände während der großen Pausen und in Freistunden zu verlassen.

 

II.3        Verhalten im Unterricht und in den Arbeitsgemeinschaften

Der Unterricht (auch Schülerarbeitsstunden) bzw. eine Arbeitsgemeinschaft wird von dem dafür Verantwortlichen (in der Regel einer Lehrkraft) geleitet und in Zusammenarbeit mit den Schülern und Schülerinnen gestaltet. Wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Ablauf des Unterrichts bzw. der Arbeitsgemeinschaft ist ein auf das Unterrichtsziel ausgerichtetes Verhalten aller Beteiligten. Verhaltensweisen, die andere stören oder den Unterrichtsablauf beeinträchtigen, verbieten sich daher von selbst.

 

II.4        Verspätete Aufnahme des Unterrichts

Hat eine Lehrkraft fünf Minuten nach Stundenbeginn den Unterricht nicht aufgenommen, meldet einer der beiden Klassensprecher bzw. ein Schüler/eine Schülerin des betreffenden Kurses diesen Umstand im Sekretariat und holt Informationen über den weiteren Ablauf der Unterrichtsstunde ein.

 

II.5        Regelungen bei Fehlzeiten

Am Morgen des ersten Fehltages muss die Schule vor 8:00 Uhr telefonisch informiert werden: 46 30 96 20.

Bei Wiederaufnahme des Schulbesuchs muss unverzüglich (spätestens bis zum dritten Tag nach der Wiederaufnahme) eine schriftliche Entschuldigung der Erziehungsberechtigten bzw. bei volljährigen Schülern eine schriftliche Entschuldigung der Schüler selbst eingereicht werden. Spätere Entschuldigungen werden nicht anerkannt. Diese Regelung gilt auch für einzelne Fehlstunden. Bei längeren Fehlzeiten kann der Klassenlehrer/Tutor zwischendurch eine schriftliche Entschuldigung verlangen. Für Fehlzeiten bei Klausuren gelten Sonderregelungen (u.a. rechtzeitige telefonische Mitteilung und ärztliches Attest).

Unentschuldigtes Fehlen wird bei der Leistungsbewertung negativ berücksichtigt. Bei unentschuldigtem Fehlen dürfen Klassenarbeiten/Klausuren nicht nachgeschrieben werden. „Verschlafen“ wird nicht als Entschuldigungsgrund anerkannt.

 

II.6        Beurlaubungen

Beurlaubungsanträge werden nur in sehr wichtigen Angelegenheiten genehmigt. Über Beurlaubungsanträge für  maximal drei Tage entscheidet die Klassenleiterin/ der Klassenleiter bzw. die Tutorin/ der Tutor. Über längere Beurlaubungen entscheidet die Schulleitung. In Zusammenhang mit Ferienzeiten sind Beurlaubungen schulrechtlich untersagt (AV Schulpflicht).

 

II.7        Schließfächer

Die Schule übernimmt für den Inhalt der Schließfächer keine Haftung.

 

III      Regelungen im Fall von Konflikten

III.1      Allgemeine Regelungen

Wenn Schülerinnen oder Schüler die Unterrichts- und Erziehungsarbeit stören oder gegen Regelungen der Schulordnung verstoßen, gibt es unter anderem folgende Erziehungsmaßnahmen (in Anlehnung an § 62 SchulG „Erziehungsmaßnahmen“):

  • erzieherisches Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern über deren Fehlverhalten,
  • Einbeziehung der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bzw. Erzieherinnen und Erzieher
  • Mediationsgespräch
  • Klassenrat
  • Gespräch innerhalb der Klassengemeinschaft
  • gemeinsame Absprachen und Verpflichtungen zur künftigen Konfliktvermeidung,
  • Eintragung in das Klassenbuch,
  • schriftliche Benachrichtigung der Eltern über das Fehlverhalten ihrer Kinder,
  • Wiedergutmachung eines Schadens,
  • vorübergehende Einziehung von Gegenständen, deren Benutzung oder Gebrauch durch die Schulordnung untersagt ist
  • mündlicher Tadel; eine Kopie des Tadelbriefes wird im Schülerbogen abgeheftet. Der Tadel erscheint als Bemerkung auf dem Zeugnis, wenn die jeweilige Zeugniskonferenz dies für geboten hält.

Bei wiederholten schwerwiegenden und bewusst provozierenden Störungen der Unterrichts- und Erziehungsarbeit, bei erheblichen mutwilligen Sachbeschädigungen und bei Androhung und Ausübung von Gewalt gegenüber Mitschülern oder in der Öffentlichkeit wird eine Klassen- bzw. Oberstufenkonferenz einberufen, die Ordnungsmaßnahmen beschließt. Als erhebliche Beeinträchtigung der ordnungsgemäßen Unterrichts- und Erziehungsarbeit gilt auch mehrfach unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht.

Ordnungsmaßnahmen (§ 63 SchulG) sind:

1.       der schriftliche Verweis,

2.       der Ausschluss vom Unterricht und anderen schulischen Veranstaltungen an bis zu zehn Schultagen,

3.       die Umsetzung in eine Parallelklasse oder eine andere Unterrichtsgruppe,

4.       die Überweisung in eine andere Schule desselben Bildungsgangs und

5.       die Entlassung aus der Schule, wenn die Schulpflicht erfüllt ist.

Selbstverständlich dient auch die Anwendung der Ordnungsmaßnahmen der Erziehung der Schülerinnen und Schüler, so dass der strafende Charakter der Ordnungsmaßnahme deren pädagogische Zielsetzung nicht überdecken sollte.

 

III.2     Spezielle Regelungen

Unterrichtsstörungen, auch Verspätungen, können bei der Festsetzung der mündlichen Note oder des Allgemeinen Teils im Kurssystem berücksichtigt werden. Die Lehrkraft kann zusätzliche Nacharbeit in der Schule anordnen. Die Eltern werden rechtzeitig informiert.

Respektloses und unverschämtes Verhalten gegenüber Lehrkräften ist grundsätzlich tadelnswert.

Bei aggressivem Verhalten, das zu potentieller Gefährdung anderer führt, wird eine Klassenkonferenz einberufen, die über Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen nach §§ 62/63 SchulG berät. Unter agressivem Verhalten verstehen wir körperliche oder verbale Gewalt sowie Mobbing über moderne Medien wie Internetplattformen. Bei unmittelbarer Gefährdung anderer kann der/die Schüler/in sofort von der Schulleiterin / vom Schulleiter vom Unterricht ausgeschlossen werden. Ein Hausverbot kann ausgesprochen werden. Unmittelbare Gefährdung liegt auch dann vor, wenn Rauschmittel mitgeführt oder anderen zum Konsum oder Kauf angeboten werden.