Besuch beim Deutschen Historischen Museum

Filmwerkstatt – Filme aus dem Giftschrank

Am 28.11.2017 besuchten die Geschichtsgrundkurse des 3. Semesters von Herrn Dewert und Frau Spinka das Deutsche Historische Museum in Berlin. Wir nahmen an einem Workshop zum Spielfilm im Nationalsozialismus teil, der uns die Gestaltungs- und Wirkungsabsichten des Mediums Film als Propagandamittel näherbrachte.

Mit Bildern, Plakaten und Filmen der NS-Propaganda, die uns zur Verfügung gestellt wurden, konnten wir die verschiedenen Wege, auf denen die Nationalsozialisten die Menschen und hierbei insbesondere die Jugend manipuliert haben, analysieren. Der Propagandafilm, mit dem wir uns näher auseinandergesetzt haben, trägt den Titel „Hitlerjunge Quex“ und handelt von einem etwa 13-jährigen Jungen aus einer kommunistischen Arbeiterfamilie, der durch das Gemeinschaftsgefühl sowie dem Zusammenhalt in einer Gruppe der Hitlerjugend davon überzeugt wird, sich dieser Bewegung entgegen der Pläne der Eltern – zunächst heimlich – anzuschließen. Dabei werden alle negativen Absichten dieser Bewegung, wie beispielsweise die Erziehung zu blinden Gefolgsleuten einer Volksgemeinschaft und zu gehorsamen Soldaten für den geplanten Krieg, ausgeblendet und nur die aus der Sicht des Protagonisten attraktiven Seiten der Bewegung aufgezeigt. Alternative Gesellschaftsformen, insbesondere die kommunistische, werden hierbei bewusst abgewertet und die sozialen Probleme der Weimarer Republik mit dem Ideal der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft kontrastiert. Ziel des Films war es somit im Sinne der Nationalsozialisten, für deren Regime zu werben und möglichst viele Kinder, zu motivieren, ein Teil der Hitlerjugend zu werden.

Im Anschluss an die Vorführung des Films haben wir uns in Gruppen mit Geschichtsbildern, Gefühlen, Ordnungsvorstellungen und der Wandlung der einzelnen Charaktere und ihrer Inszenierung im Film intensiver beschäftigt. Dazu konnten wir auch in der Ausstellung nach Informationen suchen und so anhand verschiedener historischer Zeugnisse die vereinnahmende Absicht der Nationalsozialisten, vor allem im Umgang mit der Jugend, vertiefen. Als Abschluss haben wir schließlich die Ergebnisse zu den Themenschwerpunkten der einzelnen Gruppen in einer Präsentationsphase vorgestellt und diskutiert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine sehr lehrreiche Erfahrung für alle Beteiligten war, da wir unser Wissen über den Nationalsozialismus sowie dessen Ideologie und Funktionsweise erweitern konnten.

Frau Spinka / Herr Dewert, FB Geschichte

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